PETITION FÜR EINE (EINWEG-) PLASTIKFREIE SCHWEIZ

Meine Kollegin Flavia Müller hat eine Petition für eine (einweg-) plastikfreie Schweiz lanciert. Weitere Infos findet ihr hier oder auf der Seite openpetition, auf der ihr die Petition auch unterschreiben könnt.

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PETITION FÜR EINE (EINWEG-) PLASTIKFREIE SCHWEIZ

Plastik ist allgegenwärtig in unserem Alltag, besonders im Lebensmittelbereich und der Verpackungsindustrie. Einwegverpackungen sind bequem, aber landen relativ rasch im Abfall und benötigen wichtige Ressourcen in der Herstellung. Die Plastikproduktion ist seit 1950 weltweit von 1,7 auf über 280 Millionen Tonnen angestiegen.

Und Plastik verrottet nicht, wie die Grafik der Seite umweltbundesamt.de schön zeigt.

Die Auswirkungen unserer Bequemlichkeit bekommen vor allem andere zu spüren – die Natur, die Ozeane und allen voran die Meereslebewesen. Schildkröten, Haifische, Delfine und andere unschuldige Meerestiere verheddern sich und ersticken in ausrangierten, aus Kunststoff bestehenden Fischernetzen, die leider im Meer landen. Vögel, Fische und Wale fressen Plastikteile wie Strohhalme, Plastiksäcke oder Deckel von Petflaschen, da sie diese mit Quallen, Würmern, Essen oder Nistmaterial verwechseln. Erst vor Kurzem verendete ein Blauwal an 30kg Plastikmüll in seinem Bauch.

Aber nicht nur im Meer richtet der Plastik Schaden an. Auch hierzulande landet der Plastik leider nicht immer im Abfalleimer sondern im Wald, im Fluss oder sonst irgendwo.

Selbst in unseren Blutbahnen finden sich bei über 90% der Menschen mittlerweile hohe Anteile an Mikroplastik bzw. BPA. BPA imitiert Hormone bzw. ist ein synthetisches Hormon, das östrogene Wirkung hat. Eine Störung der Hormon-Produktion wegen Zellveränderungen hat somit Auswirkungen auf viele Bereiche.

Nicht zuletzt trägt die Plastikproduktion auch erheblich zum Klimawandel bei. Derzeit bestehen die meisten Plastiktüten aus fossilem Rohöl. Das heißt, bei der Produktion von Plastiktüten werden jährlich zugleich rund 60 Millionen Tonnen Kohlendioxid, eines der Treibhausgase, emittiert. In Europa entspricht die Energie der auf Deponien entsorgten Tüten der Stromproduktion von 1,6 Atomkraftwerken.

Wir, die unterzeichnenden, verlangen von der Schweizer Regierung bis 2023 aktiv gegen Plastikmüll vorzugehen und sich für eine drastische Reduktion desselben mittels eines Verbotes von Einwegverpackungen, Einwegplastik, Strohhalmen und unnötigen Plastikprodukten einzusetzen.

Die Petition fordert deshalb:

  • generelles Verbot von Einwegplastik, insbesondere im Lebensmittelbereich
  • Umdenken des Handels, Umschwenken auf umweltschonende Alternativen aus nachhaltigem Anbau (Bambus, Hanf, Heu etc; Labelling durch Hitze oder Laser bei Lebensmitteln etc)
  • Mehrweggebot (mit Pfandsystem) für alle Restaurantbetriebe, Anlässe, Take Aways
  • Einsatz von Alternativen zum Kunststoff in allen Bereichen.

Zur Petition: openpetition.eu/!plastikfreieschweiz

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