Deos – selbst gemacht

Wusstet ihr dass Antitranspirante und Deodorante nicht dasselbe sind? Beide gehören zur Überkategorie Deos. Antitranspirante enthalten jedoch Aluminiumsalze, die die Schweissdrüsen verengen. In der Folge wird weniger Schweiss produziert. Klar, übermässiges Schwitzen kann sehr unangenehm sein. Allerdings erfüllt das Schwitzen wichtige Funktionen wie die Wärmeregulation oder das Auscheiden von Giftstoffen. Es gibt zudem Studien, die zeigen konnten, dass die Verwendung von Aluminium in Pflegeprodukten ein Gesundheitsrisiko beim Mensch darstellt (z.B. Exley et al., 2007) und schlecht für die Umwelt ist (z.B. Mbedzi & Gumbo, 2016). Deodorants hemmen die Schweissproduktion hingegen nicht, sondern mildern die Entstehung des Geruchs. Während Antitranspirante vor dem Schlafengehen aufgetragen werden sollten, sollte man Deodorante am Morgen verwenden. Weitere Infos bei wissen.schwitzen.com oder Nivea.

Sowohl Deodorants wie auch Antitranspirante erzeugen durch ihre Verpackung Abfall. Es gibt aber auch Ausnahmen wie beispielsweise

  • Organic Essence – Deodorant. Das ist ein Roll-On. Die Verpackung ist aus Papier. Es gibt verschiedene Geschmäcker – Rose, Coco, Mint, Lavendel, aber auch Nature. Erhältlich beispielsweise im LOLA Laden.
  • Deo-Paste in Büchsen. Hier habe ich Schmidths Lavender Sage. Auch dazu gibt es weitere Geschmacksrichtungen wie Bergamot-Lime , Rose – Vanilla, Cedarwood – Juniper, Ylang Ylang – Calendula, und auch Geschmacklos. Ich muss aber sagen, dass mich die Anwendung nicht so überzeugt: die Paste soll man zwischen den Fingern warm machen und auftragen – aber meistens ist bei mir die Paste noch nicht so weich, dass man sie unter den Achseln einfach verreiben könnte. Ähnliche Produkte sind erhältlich bei bei PonyHütchen PonyHütchen oder auch Lamazuna – vielleicht funktionieren diese Produkte ja besser.

Allerdings nahm es mich wunder, wie man Deos selbst herstellt. Lauren Singer ist eine bekannte Amerikanische Bloggerin, die sich auf die Herstellung von Kosmetikprodukten spezialisiert hat. Auf ihrem Youtube Kanal demonstriert sie auch ein Rezept für die Herstellung von Deos. Aber auch auf deutschsprachigen Websites gibt es gut erklärte Rezepte wie beispielsweise bei schwatzkatz oder utopia.de. Ich habe zwei dieser Rezepte ausprobiert – einen Deospray und ein Deopuder.

Deospray

Das Grundrezept für den Deospray habe ich utopia.de entnommen:

  • 1 TL Natron
  • 5-6 Tropfen ätherisches Öl
  • 50 ml abgekochtes, lauwarmes (!) Wasser
  • 1 leere Sprühflasche
  • ggf. einen Trichter

(da ich nur eine kleine Sprühflasche hatte, habe ich die Mengenangaben halbiert)

Die Anzahl Tropfen ätherischen Öls hängt vom Duft ab. So hatte ich geplant, die eine Hälfte Lavendel und die andere Hälfe Jasmin zuzugeben. Allerdings ist Lavendel so dominant, dass man den Jasmin-Duft kaum roch.

Vorgehen: man gibt Natron und das ätherische Öl ins lauwarme Wasser und rührt es gut um und voilà: schon fertig. Vor Gebrauch die Flasche ordentlich schütteln da sich Öl und Wasser eigentlich nicht mischen.

Deopuder

Das Originalrezept findet ihr bei schwatzkatz. Dort aufgeführt sind auch verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. Schlussendlich habe ich folgendes Rezpet verwendet:

  • 16 gr Weizenstärke
  • 18 gr Tonerde
  • 8 gr Zinkoxid
  • 10 gr Natron
  • 12 Tropfen ätherisches Öl Jasmin
  • 4 Tropfen ätherisches Öl Lavendel

Vorgehen: gemäss schwatzkatz soll man alle Zutaten bis auf die Tonerde zusammenführen und gut mischen (ggf. in einer Kaffeemühle oder eine Zerkleinerer). Anschliessend soll man die Tonerde hinzugeben und mit einem Holz-oder Glassstäbchen (einfach nicht Metall) vermischen. Fertig.

Bei schwatzkatz steht, dass man den Deopuder auf die trockene Haut auftragen soll. Der Puder zieht jedoch viel schneller ein, wenn die Haut angefeuchtet ist. Dadurch geht auch nicht so viel Puder daneben.

Zutaten

Auf den genannten deutschen Websites wird des öfteren auf den Avocado Store Avocado Store verwiesen um die Zutaten zu besorgen. Allerdings liefert dieser Store nicht in die Schweiz. Alle Zutaten sind jedoch im Hauptgeschäft Bern der  Apotheke Dr. Noyer erhältlich. Toll ist auch, dass man bei den meisten Produkten spezifisch die Menge kaufen kann, die man wünscht, da sie es abmessen. Zwar dürfen sie die Mengen nicht in meine mitgebrachten Dosen umfüllen, allerdings geben sie sie in kleinen Papiertüten mit. Überrascht hat mich auch, dass die Zutaten relativ günstig waren:

  • Natron, 80 gr: CHF 3.00
  • Weizenstärke (Epifin Dr. Oetker), 250 gr: CH 2.10
  • Tonerde 50 gr: CHF 13.10
  • Zinkoxid 50 gr: CHF 4.70
  • Ätherisches Öl Lavendel Fein (Farfalla), 10 ml: CHF 19.20
  • Ätherisches Öl Jasmin Ägypten (Farfalla), 5 ml: CHF 19.20

Die Sprühflasche kann man aus dem leeren Deo wiederverwenden oder aber in der Apothek danach fragen.

 

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