Mein Food Waste der letzten drei Wochen

Gemäss foodwaste.ch werfen wir rund einen Fünftel der für unseren privaten Haushalt eingekauften Lebensmittel weg. Betrachtet man die Lebensmittelklassen, wird am häufigsten Frischgemüse weggeworfen, gefolgt von Kartoffeln und Brot.

Im Blogeintrag Food Waste: die Tipps der Tipps habe ich Tipps zur Vermeidung von Food Waste von Zero Waste Bloggern aus der ganzen Welt recherchiert. In den letzten drei Wochen habe ich meinen Food Waste dokumentiert und versucht diese Tipps anzuwenden.

Folgende Nahrungsmittel habe ich in den letzten drei Wochen weggeworfen:

Datum Weggeworfenes Nahrungsmittel Grund des Wegwerfens
26.6 Reis zu viel gekocht
  Reismilch-Versuch mit Chia-Samen ungeniessbar
28.6. 1 Avocado bereits beim Kauf verdorben
1.7 Eine halbe Zwiebel im Kühlschrank vergessen
2.7 Eine halbe Zitrone auf Brett geschnitten, auf dem zuvor Zwiebeln geschnitten wurden
  Sellerieblätter-Paste ungeniessbar
14.7 1 Avocado bereits beim Kauf verdorben
  4 kleine Salatgurken im Kühlschrank vergessen

 

Meine Erfahrungen mit den Tipps zur Vermeidung von Food Waste:

Umgang mit Resten

Hier wurden Tipps gegeben zum Nahrungsmittelaufbrauch, der korrekten Lagerung von Nahrungsmitteln und Empfehlungen für konkrete Rezepte.

Bei meiner Suche nach Zero-Waste Alternativen für Sojamilch habe ich recht viel Basmati-Reis gekocht. Ich hab mich mit den Massen etwas übernommen.

Ich hatte durchaus geplant, den Reis zu verwenden. Deshalb habe ich versucht, Reismilch zu produzieren. Einer der Reismilch-Versuche war erfolgreich. Der andere mit Chia-Samen jedoch weniger. Deshalb landete der im Abfall. Auch haben wir aus den Sellerieblättern eine Paste gemacht, die dann zu bitter war. Der Rat mit Lebensmittelresten zu experimentieren (zum Beispiel von Zero Journey) hat also nur bedingt zu weniger Abfall geführt.

Auch fragte ich mich, ob ich den restlichen Reis gegebenenfalls einfrieren könnte. Gemäss foodwise scheint das möglich zu sein, Allerdings hätte ich dazu den Reis 1-1.5 Stunden nach dem Kochen einfrieren sollen und dafür war ich fünf Tage zu spät. Zudem soll man den gekochten Reis innerhalb von drei Tagen essen, wie ich dort gelernt habe. Deshalb landete der Reis im Abfall.

Die halbe Zwiebel und die vier kleinen Salatgurken habe ich im Kühlschrank vergessen. Das wäre nicht passiert, wenn ich sie prominenter im Kühlschrank platziert hätte. Das werde ich mir merken.

Eigenanbau

Dass das geklappt hat, finde ich schon recht kuul: The Rogue Ginger The Rogue Ginger erklärt wie man aus den dicken Enden des Stangenselleries den Sellerie neu erblühen lässt. Wir haben das gemacht (s. Bild oben) und schon nach wenigen Tagen ist was gewachsen. Man muss dazu nur das Ende abschneiden, ins Wasser stellen und das Wasser alle paar Tage wechseln. Ich empfehle ein breiteres Glas zu verwenden, als wir es benutzt haben, da sich der Sellerie nicht nur in die Höhe, sondern auch etwas in die Breite entfaltet und ich nicht weiss, ob wir den Sellerie wieder ganz aus dem Glas kriegen.

Einkaufen

Empfohlen wird, mit einer Einkaufsliste einkaufen zu gehen und vor dem Einkaufen zu überprüfen, was noch vorhanden ist. Das habe ich bereits früher gemacht. In der Tendenz zu wenig einzukaufen, hat sich als sehr effizienter Tipp erwiesen. Dadurch habe ich in der letzten Zeit auch Vorräte gegessen, die schon eine Weile in unserem Regal stehen.

Ablaufdatum

Hier wurde empfohlen, das Ablaufdatum zu ignorieren und den eigenen Instinkten zu vertrauen. Das habe ich gemacht und dadurch mindestens vier Sojajoghurts vor dem Abfall bewahrt.

Projekte in der Umgebung

Hierzu habe ich bereits den Blogeintrag (Anti) Food Waste – Projekte in Bern geschrieben. Eine Kollegin wies mich zudem auf das App  „too good to go“ hin, in dem Restaurants aus der Umgebung aufgeführt sind, die übrig gebliebenes Essen günstig abgeben.

Auch bin ich in den letzten Tagen auf eine Petition gestossen, die zum Ziel hat, Unterschriften zu sammeln, damit Supermärkte abgelaufene oder leicht beschädigte Lebensmittel gemeinnützigen Organisationen spenden. Unterschreiben könnt ihr bei folgendem Link.

Eigenes Verhalten überdenken

Ich bin eigentlich überrascht, wie wenig Food Waste ich produziert habe. Allerdings habe ich die Tipps der Blogger zur Reduktion des Food Waste bereits angewendet. Dies sieht man beispielsweise daran, dass ich in den ersten Tagen meiner Food Waste Dokumentation wesentlich mehr weggeworfen habe als später. In den ersten Tagen habe ich denn auch vor allem Lebensmittel weggeworfen, die ich vor der Dokumentation gekauft habe. Zwei Avocados waren bereits beim Kauf meiner Meinung nach nicht mehr geniessbar. Ich werde da zukünftig besser auf die Qualität achten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s