(Anti) Food Waste – Projekte in Bern

Wie ihr in meinem Blogeintrag Food Waste: die Tipps der Tipps gelesen habt, beschäftige ich mich zurzeit mit dem Thema Food Waste. Ein Tipp, der von Bloggern genannt wird, ist, sich lokalen Projekten anzuschliessen, die sich für beziehungsweise gegen Food Waste engagieren.

Ich habe diese Woche mal recherchiert, welche Projekte es dazu im Raum Bern gibt. Auf folgende Projekte bin ich gestossen:

Bern isst Bern.Der Verein Bern isst Bern hat in Bern fünf Gemeinschaftskühlschränke aufgestellt und zwar an folgenden Standorten:

  • Hinterhof Lola-Laden: Vor der Jurastrasse 8 in den Innenhof abbiegen
  • Punto: Thunstrasse 104 im Ostring, rechts beim Eingang
  • Lory Platz: Schwarztorstrasse 83, beim Eingang zur Designbörse
  • Längasse: Daxelhoferstrasse 5
  • Turnhalle: Speichergasse 4

Die Kühlschränke sind die rund um die Uhr erreichbar sind.

Dort kann man Esswaren, die man nicht mehr will, aber die durchaus noch geniessbar sind, reinstellen, oder/und Produkte mitnehmen. Welche Produkte erwünscht sind und in welchem Zustand, steht in folgender Beschreibung:

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Damit sich im Kühlschrank nicht verfaulte Ware anstaut, hat jeder Kühlschrank einen Götti, der ihn regelmässig besucht und kontrolliert.

Foodsharing. Das ist ein weiteres Projekt, bei dem es ums Teilen von Esswaren geht. Esswaren, die man verschenken will, kann man in einen digitalen Essenskorb legen und veröffentlichen. Welche Essenskörbe wo verfügbar sind, ist auf einer Übersichtskarte sichtbar und können von Interesssenten angefragt werden. Für die Übergabe wird dann individuell ein Treffpunkt vereinbart. Weitere Informationen zum Vorgehen wird euch in einem Video erklärt. Damit man dort mitmachen kann, muss man angemeldet sein und ein Quiz zu den Verhaltensregeln bei Foodsharing bestanden haben.

Äss-Bar – frisch von gestern. Was Bäckereien nicht verkaufen können, wird am Folgetag an verschiedenen Verkaufsstellen nochmals angeboten – zu einem vergünstigten Preis. Dieses Projekt gibt es in verschiedenen Städten in der Schweiz. In Bern ist Äss-Bar an der Marktgasse 19. Unterstützt wird Äss-Bar Bern durch Flüchtlinge aus dem Asylzentrums Bern-Viktoria.

 Mein Küchenchef. Mein Küchenchef

  • kocht im Restaurant Bankette – dem ersten Food Waste Restaurant der Schweiz (Landorfstrasse 7, 3098 Köniz; am Wochenende geschlossen).
  • hat einen Online-Shop, bei dem man leckere Menus bestellen kann.
  • bietet Koch-Workshops an, in denen man ins Thema Food Waste eingeführt wird.
  • hat mit der Oekonomischen Gemeinnützigen Gesellschaft Bern OGG das Kochbuch „Restenlos Glücklich“ geschrieben. Erhältlich bei der OGG.

Zudem führt er verschiedene öffentliche Veranstaltungen durch. Die nächste ist schon bald und zwar am 8.7.17 von 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr im Restaurant Bankette. Dann werden 2 Tonnen überschüssiger Nahrungsmittel zu Delikatessen verarbeitet.

 MudasaftMudasaft stellt Saft aus Früchten und Gemüse her, die sonst weggeworfen worden wären. Die Säfte werden in Zollikofen hergestellt. Es gibt aber auch in der Stadt Bern verschiedene Verkaufsstellen. Sie sind auf ihrer Website aufgelistet sind.

GmüesEselHier geht’s zwar nicht darum, Food Waste zu vermeiden, sondern um die Nahrungsmittelverarbeitung. Ich bin darauf jedoch bei meinen Recherchen gestossen, finde es super, und wollte euch das nicht vorenthalten. Der GmüesEsel ist ein Fitnessraum, in dem Sportler durch ihre Muskelkraft Nahrungsmittel verarbeiten –  vorwiegend zu Mehl und Rapsöl. Der Fitnessraum kann gratis benutzt werden. Will man die Produkte kaufen, erhält man sie zum vergünstigten Preis, wenn man dafür selbst geschwitzt hat und, wenn man ein eigenes Gefäss zum Abfüllen mitgebracht hat. Das Fitnessstudio steht an der Erlachstrasse 5 (OGG; Länggasse) und ist donnerstags und mittwochs von 17:00-20:00 geöffnet. Die Anmeldung per Doodle ist erwünscht. Im Moment und bis Ende Juli hat das Fitnesszentrum jedoch geschlossen.

Nebst der Sinnhaftigkeit dieser Projekte, finde ich an ihnen auch toll, dass sie nicht unabhängig voneinander arbeiten, sondern einander gegenseitig unterstützen. So beliefert beispielsweise Foodwaste Bern isst Bern mit Esswaren. Mein Küchenchef unterstützt Äss-bar bei Apéros oder Caterings und verkauft dort auch seine Menus.

 

 

 

 

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