Weshalb dieser Blog?

In unserer Gesellschaft werden Unmengen an Abfall produziert. Gemäss Bundesamt für Umwelt BAFU produzierte der Durchschnittsschweizer im Jahr 2015 über 700 kg Abfall (BAFU, 2015). Es gibt verschiedene Produktklassen, die in diese Abfallstatistik einfliessen. Am meisten an diesen Abfallbergen stört mich jedoch das Plastik. Überall gibt’s Plastik, überall. Das Problem bei Plastik ist, dass es sich nur sehr schlecht abbauen lässt und eine Gefahr für Tiere und Umwelt darstellt (z.B. Thompson, Moore, vom Saal, & Swan, 2009). Zudem enthält Plastik Stoffe, die bei Gebrauch nachweislich einen negativen Effekt auf die Gesundheit des Menschen haben (z.B. North & Halden, 2013; Talsness, Andrade, Kuriyanam, Taylor, & vom Saal, 2009).

Muss das sein? Müssen wir solche Berge an Abfall produzieren? Wenn man sich im Einkaufszentrum umsieht, erhält man bald den Eindruck, dass es ohne Abfall nicht geht. Gemäss der Zero Waste Bewegung gibt es aber Wege, wie man den Abfall massiv reduzieren kann.

Mit diesem Blog möchte ich diese Wege zu erkunden. Meine Wege liegen vor allem im Raum Bern. Die Zero Waste Bewegung setzt auf lokale Produkte. Deswegen werden sich viele meiner Empfehlungen auch auf den Raum Bern beziehen.

Wichtig ist mir dabei

  • einen positiven Blick auf das eigene Verhalten zu behalten. Der Begriff Zero Waste birgt das Ideal gar keinen Abfall zu produzieren. Ich finde es zwar beeindruckend, wenn man das schafft. Allerdings kann es nicht das Ziel sein, dass man sich für jeden Joghurtbecher oder für jede Plastiktube peinigt. Vielmehr sollte man sich für jeden Abfall, den man vermeiden konnte, loben. Deshalb ist es auch mein Ziel, nicht nur Personen anzusprechen, die eine Nulltoleranz bezüglich Abfall haben, sondern auch Personen Inputs zu geben, die kleine Veränderungen in ihrem Alltag integrieren möchten, um ihren Abfall zu reduzieren.
  • dass von mir nicht Perfektion erwartet wird. Ich stehe am Anfang dieses Weges und möchte mit diesem Blog meinen Fortschritt dokumentieren. Schlussendlich suche ich langfristige Lösungen, die sich einfach im Alltag integrieren lassen. Ich werde verschiedenes ausprobieren. Nicht alles wird sich bewähren.

Wenn jemand selbst einen Beitrag zum Thema Zero Waste schreiben und hier veröffentlichen möchte, kann er sich gerne bei mir unter melden.

Auch konstruktive Kritik zum Blog sowie Hinweise zu Zero Waste Möglichkeiten im Raum Bern sind willkommen.

 

Literatur:

Bundesamt für Umwelt BAFU (2015). Abfallstatistiken: Daten des Jahres 2015. Download unter https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/zustand/daten/Abfallstatistiken_2015.html

North, E. J., & Halden, R. U. (2013). Plastics and environmental health: the road ahead. Reviews on Environmental Health, 28(1), 1-8. doi: 10.1515/reveh-2012-0030

Talsness, C. E., Andrade, A. J. M.,Kuriyanam, S. N., Taylor, J. A., & vom Saal, F. S. (2009). Components of plastic: experimental studies in animals and relevance for human health. Philosophical Transactions, 364(1526), 2079–2096. doi:  10.1098/rstb.2008.0281

Thompson, R. C., Moore, C. ., vom Saal, F. S., & Swan, S. H. (2009). Plastics, the environment and human healt: current consensus and future trends. Philosophical Transactions, 364(1526), 2153–2166. doi:  10.1098/rstb.2009.0053

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